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Edinburgh! Für ein verlängertes Wochenende stand nun also die schottische Hauptstadt auf unserem Programm. Für mich sollte es bereits der zweite Besuch in dieser wundervollen Stadt sein, an die ich beim ersten Mal zwar zögerlich aber doch relativ schnell mein Herz verloren hatte. Die vielen grauen Fassaden der Häuser und die alten Gemäuer die überall in der Stadt verteilt sind, zeichnen ein ganz besonderes und irgendwie so anderes Bild, als ich es von anderen europäischen Städten gewohnt war.

Das Ziel der Reise war relativ spontan entstanden und so sollten auch die nächsten Tage verlaufen. Einen Plan gab es nicht und da es nur ein langes Wochenende war, musste wohl alles mehr oder weniger im Schnelldurchlauf passieren. Manchmal hat man leider einfach nicht genug Zeit, um in aller Ruhe einen Ort ganz ausgiebig zu erkunden und kennen lernen zu können. Manchmal sind es nicht mal 24 Stunden. In den meisten Städten kann man sich ja inzwischen die interessanten und wichtigen Sehenswürdigkeiten vom Bus aus zeigen lassen, das spart so einige Stunden. Aber diese Möglichkeit ist uns aus Prinzip schon  zu bequem 🙂

Und da waren wir nun: Eine, die sich auskennt und beim letzten Mal nicht alles geschafft hat und einer, der alles sehen will. Anfangs ohne wirklichen Plan, aber dafür mit viel Elan. Vielleicht haben wir es auch etwas übertrieben, aber so lange man abends zwar fertig, aber glücklich ins Bett fallen kann, ist doch alles in Ordnung 🙂

 

Also – Tore auf für einen Tag in Edinburgh 🙂

Edinburgh

Übernachtet haben wir im Marriott Hotel ganz im Osten von Edinburgh. Die Fahrt mit dem Bus in die Innenstadt dauerte zwar etwa eine dreiviertel Stunde, dafür war es bis zum Flughafen nicht so weit. Das (typisch schottische) Frühstück war sehr ausgiebig und natürlich gab es auch Black pudding (ähnelt dem schwedischen Blutpudding, enthält aber noch ein paar zusätzliche Zutaten, u.a. Haferflocken). Auch der Haggis war wirklich lecker, passt für mich allerdings dann doch nicht so richtig zum Frühstück, da bin ich doch eher der süße Typ 🙂

Edinburgh

Mit dem Bus fuhren wir bis auf die North Bridge über dem Bahnhof Waverley. In der Princes Street standen die Kirschbäume in voller Blüte und versprühten Frühlingsgefühle. Für den Aufstieg zum Castle nutzten wir die wenig begangenen Wege am Hang der Princes Street Gardens. Für den Weg nach unten bis zum Schottischen Parlament wählten wir dann aber doch die Royal Mile.

Edinburgh

Edinburgh

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Etwas, was noch auf meiner List stand, das ich unbedingt machen wollte, war die Besteigung des Arthur’s Seat. Dieser 251 m hohe Überrest eines Vulkansystems thront östlich des Stadtzentrums. Für die Wanderung sollten laut Reiseführer zweieinhalb Stunden eingeplant werden. Hinauf ging es an der Westseite des Tafelbergs. Von dort hat man einen wirklich schönen Blick auf das in Luftlinie etwa 2,5 km entfernte Castle, aber auch auf den Rest der Stadt bis hin zum Firth of Forth. Für den Abstieg wählten wir den Weg an der Rückseite des Berges, bei dem man auch die St. Anthony’s Chapel passiert. Insgesamt haben wir am Ende aber tatsächlich nur eine Stunde gebraucht.

Edinburgh

Edinburgh

Den Schwung vom Abstieg nutzten wir gleich und wollten auch die Aussicht vom nächsten Hügel noch genießen. Der Blick von der 103 m hohen Erhebung des Calton Hill ist das wohl bekannteste Postkartenmotiv Edinburghs.

Edinburgh

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Wieder im Zentrum angekommen, nutzten wir dann nicht die Princes Street, sondern die trotz vieler Geschäfte und noch mehr Bars sehr gemütliche Rose Street. Die ziemlich verspätete Mittagspause legten wir dort beim für mich besten Mexikaner Europas ein (von allen, die ich bis jetzt getestet habe und das sind schon so einige…). Für mich gab es eine mexikanische Lasagne (mit Tortillas statt Lasagneplatten), dich ich definitiv endlich mal zu Hause ausprobieren muss.

Edinburgh

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Total vollgefuttert wollten wir dann die nächsten 1000 Schritte tun (auch wenn uns mehr nach Rollen war). Ziel war das wundervolle Dean Village, ein ehemaliges Mühlendorf am Water of Leith. Am und im Wasser (weil viiiiel Regen) entlang gelangten wir so bis zum Botanischen Garten. Dort habe ich zum ersten Mal eins von den bösen Grauhörnchen gesehen, die die Population der roten Hörnchen auf den Britischen Inseln an den Rand des Aussterbens getrieben hat.

Edinburgh

Wo genau wir zum Abschluss des Tages den super leckeren Steak & Ale-Pie gegessen haben, weiß ich leider garnicht mehr genau. Aber auf dem Weg zum Bus, der uns wieder zum Hotel bringen sollte, bin ich noch über folgendes Schild gestolpert. Allein deshalb muss ich wohl mindestens noch ein drittes Mal nach Edinburgh kommen. Denn als Schneehörnchen möchte ich wirklich unbedingt mal bei „Red Squirrel“ gewesen sein!

Edinburgh


Geplant war ja eigentlich nicht, dass wir uns in nur einem Tag einen Komplettüberblick über die Stadt verschaffen. Aber so blieb wenigstens noch Zeit, auch der anderen großen schottischen Stadt mal einen Besuch abzustatten, um die ich beim letzten Mal einen großen Bogen gemacht hatte – Glasgow. Und bevor es am dritten und letzten Tag dann wieder zum Flughafen ging, verbrachten wir noch so einige Stunden im National Museum of Scotland, während es draußen ganz ergiebig vor sich hinregnete.

Edinburgh

An dieser Stelle noch ein großes Dankeschön an meinen Bruder, mit dem solche chaotischen Trips einfach Spaß machen 🙃

by Tine Jan 21, 2018 Views:214 Share:

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